Finanzielle Hilfen & Hartz IV

Die Existenzsicherung ist gerade nach einer Trennung oder Scheidung oft nicht alleine durch eine eigenständige Erwerbstätigkeit zu sichern.
Die Frage stellt sich z.B.

  • Wie kann ich nach meiner Trennung meinen Lebensunterhalt sicherstellen?
  • Wann erhalte ich Hartz IV und was bedeutet das für meine Familie?
  • Welche familienbezogenen Leistungen kommen für mich noch in Frage?
  • Kann ich zum Beispiel Wohngeld beantragen, und wo?
  • Was gibt es noch für Möglichkeiten?

Wenn Sie sich persönlich zu einem bestimmten Thema informieren wollen oder Beratung benötigen, wir helfen Ihnen gerne weiter!

 

 

Kindergeld

Das Kindergeld ist ein Bestandteil des Einkommensteuerrechts. Durch die Zahlung von Kindergeld oder durch den Abzug der Freibeträge für Kinder wird sichergestellt, dass Familien – abhängig von Einkommen und Kinderzahl – gefördert werden. Die meisten Eltern erhalten für ihre Kinder Kindergeld. Erst ab einem relativ hohen (Brutto-)Einkommen treten an die Stelle des Kindergeldes die Freibeträge für Kinder. Was günstiger ist, berechnet das Finanzamt im Steuerbescheid. Mit dem einen wie dem anderen wird das Existenzminimum des Kindes steuerlich freigestellt. Das Kindergeld enthält außerdem einen Förderanteil für die Familie.

Eltern erhalten für ihr erstes und zweites Kind im Jahr 2020 jeweils 204 Euro Kindergeld pro Monat. Für das dritte Kind beträgt das Kindergeld 210 Euro und für weitere Kinder 235 Euro. Ab 2021 erhöht sich das Kindergeld für KInd 1 und 1 auf 219 Euro, für das dritte Kind auf 225 und für jedes weitere Kind auf 250 Euro.

Kindergeld muss bei den Familienkassen der Arbeitsagenturen vor Ort schriftlich beantragt werden.

Kindergeld wird bis zum 18. Geburtstag ohne Rücksicht auf eigenes Einkommen bezahlt. Vom 18. – 25. Lebensjahr muss sich das Kind für einen Anspruch auf Kindergeld in Ausbildung oder in einem der gesetzlich geregelten Freiwilligendienste oder in einem Studium befinden. Für Kinder, die wegen fehlendem Ausbildungsplatz eine Berufsausbildung nicht beginnen oder fortsetzen können, gelten die Regelungen für Kinder in der Ausbildung. Für arbeitslose Kinder wird bis zum 21. Lebensjahr Kindergeld gezahlt. Kinder, die eine zweite Ausbildung oder Studium absolvieren, werden berücksichtigt soweit sie nicht mehr als 20 Wochenstunden arbeiten und die Altersgrenze noch nicht überschritten haben. Für Kinder mit Behinderungen, die sich nicht selbst unterhalten können, kann der Anspruch auf Kindergeld über das 25. Lebensjahr hinausgehen. In Einzelfällen ist das mit der Familienkasse zu klären.

 

Getrennt lebende Eltern haben Anspruch auf jeweils die Hälfte des Kindergelds. Aus diesem Grund haben sie pro Kind einen halben Kinderfreibetrag auf
der Lohnsteuerkarte ausgewiesen. Die Verrechnung des Kindergeldes erfolgt nach dem Prinzip des „Halbteilungsgrundsatzes“: Der Elternteil, in dessen
Haushalt das Kind lebt, erhält den vollen Betrag des Kindergeldes. Dafür erhält das Kind einen um die Hälfte des Kindergeldes reduzierten Unterhaltsbetrag
von dem Elternteil, der zum Barunterhalt verpflichtet ist. Damit hat der barunterhaltspflichtige Elternteil seine Hälfte am Kindergeld behalten.

 

Grundsicherung und Sozialhilfe

Die Regelbedarfssätze für die Sozialhilfe, Grundsicherung für Arbeitssuchende (Arbeitslosengeld II),
Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung steigen 2020 um 1,88 Prozent.

Diese Regelsätze gelten ab Januar 2020:

Alleinstehende / Alleinerziehende 432 Euro (+ 8 Euro)                                                                  Regelbedarfsstufe 1
Paare je Partner / Bedarfsgemeinschaften 389 Euro (+ 7 Euro)                                                    Regelbedarfsstufe 2
nicht-erwerbstätige Erwachsene unter 25 Jhr. im Haushalt der Eltern 345 Euro (+ 6 Euro)  Regelbedarfsstufe 3
Jugendliche von 14 bis 17 Jahren 328 Euro (+ 6 Euro)                                                                    Regelbedarfsstufe 4
Kinder von 6 bis 13 Jahren 308 Euro (+ 6 Euro)                                                                               Regelbedarfsstufe 5
Kinder von 0 bis 5 Jahren 250 Euro (+ 5 Euro)                                                                                 Regelbedarfsstufe 6

Zusätzlich werden die tatsächlichen Kosten für Unterkunft und Heizung übernommen, soweit sie angemessen sind. Die Leistungen orientieren sich am Niveau der Mieten auf dem örtlichen Wohnungsmarkt.

Alleinerziehenden steht zusätzlich ein Mehrbedarf zu, der sich in seiner Höhe nach Anzahl und Alter der im Haushalt lebenden Kinder richtet.

 

Kinderzuschlag

Nachdem Kindeseinkommen bereits seit Juli 2019 nur noch zu 45 Prozent auf den Kinderzuschlag angerechnet wird, sind seit dem 1. Januar 2020 weitere Verbesserungen bei der Anrechnung von Elterneinkommen in Kraft.

Dieses wird ab einer bestimmten Höhe nur noch zu 45 Prozent auf den Kinderzuschlag angerechnet. Die obere Einkommensgrenze wurde abgeschafft, so dass kleine Einkommenssteigerungen im schlimmsten Fall nicht mehr sofort zum kompletten Leistungswegfall führen müssen. Dadurch haben mehr Familien Anspruch auf den Kinderzuschlag und weitere mit ihm verbundene Leistungen, wie das Bildungs- und Teilhabepaket oder die Befreiung von Kitagebühren.

Kinderzuschlag können beispielsweise Alleinerziehende mit einem Bruttoverdienst zwischen 1.300 und 2.000 Euro, einem sechsjährigen Kind und einer Warmmiete von circa 500 Euro erhalten. Sind zwei Kinder im Alter von sechs und acht Jahren im Haushalt und kostet die Wohnung warm circa 800 Euro, ist ein Anspruch auf Kinderzuschlag bei einem Bruttogehalt zwischen 1.200 und 2.500 Euro möglich. Entscheidend ist das Durchschnittseinkommen aus den letzten sechs Monaten vor Antragstellung.

Auch Anspruch auf Kinderzuschlag haben nun Einelternfamilien, wenn sie mit dem verfügbaren Erwerbseinkommen, dem Kinderzuschlag und ggf. dem Wohngeld höchstens 100 Euro weniger zur Verfügung haben, als ihnen nach dem SGB II zustünde. Dazu wird eine Vergleichsberechnung durchgeführt, bei der alle Mehrbedarfe berücksichtigt werden.

Höheres Wohngeld und neuer Freibetrag auf Einkommen

Zu Beginn dieses Jahres 2020 wurde das Wohngeld an die Mietenentwicklung angepasst, so dass sich Wohngeldberechtigte über höhere Leistungen freuen können. Die Höchstbeträge für zuschussfähige Wohnkosten wurden angehoben und eine neue Mietstufe VII für Städte mit besonders hohen Wohnkosten eingeführt. Die Anpassung des Wohngeldes erfolgt ab dem 1. Januar 2022 alle zwei Jahre automatisch.
Zusätzlich können Wohngeldhaushalte einen neuen Freibetrag auf das anspruchsrelevante Einkommen geltend machen. Nicht angerechnet werden 480 Euro im Jahr, sofern es sich dabei um Zahlungen von gemeinnützigen Organisationen oder nicht unterhaltsverpflichteten Privatpersonen handelt. Darunter fallen beispielsweise Zuwendungen einer Stiftung oder Taschengeldzahlungen der Großeltern an ein Kind.

Antragsformular Wohngeld (Mietzuschuss)

Leichterer Zugang zum Arbeitslosengeld I

Ein möglicher Anspruch auf Arbeitslosengeld I kann sich nun auch aus weiter zurück liegenden Beschäftigungszeiten ergeben. Die so genannte Rahmenfrist wurde um ein halbes Jahr verlängert: Arbeitslosengeld I kann nach neuer Rechtslage erhalten, wer mindestens 12 Monate innerhalb der letzten zweieinhalb Jahre sozialversicherungspflichtig beschäftigt war.

Elterngeld

Sie haben Anspruch auf Elterngeld, wenn Sie Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben, mit Ihrem Kind in einem Haushalt leben, Ihr Kind selbst erziehen und betreuen und Sie nicht bzw. nicht voll erwerbstätig sind (bis zu 30 Wochenstunden). Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob Sie Arbeitnehmer/in, Beamt/in, nicht erwerbstätig oder selbstständig sind.

Erfüllen beide Elternteile die Anspruchsvoraussetzungen, können sie sich einigen, welche Zeiträume durch welchen Elternteil beansprucht werden. Können sie sich nicht einigen, kommt es bei Allleinsorge allein auf die Entscheidung des sorgeberechtigten Elternteils an.

Wenn Sie nicht mit dem anderen Elternteil Ihres Kindes in einem Haushalt zusammenleben, sich aber die Betreuung des Kindes so untereinander aufteilen, dass das Kind mindestens zu einem Drittel bei jedem Elternteil lebt, steht Ihnen beiden Elterngeld zu. Jeder Elterngeldmonat, auch wenn Eltern zeitlich parallel Elterngeld beziehen, wird auf die maximal mögliche Gesamtbezugsdauer angerechnet.

Das Elterngeld orientiert sich am Nettoeinkommen vor der Geburt, es beträgt mindestens 300 Euro, höchstens 1800 Euro pro Monat. ALG I, Rente oder Krankengeld werden nicht als Einkommen berücksichtigt. Bei Bezig von ALG II, Sozialhilfe oder Kinderzuschlag wird Elterngeld als Einkommen voll angerechnet. Wenn Sie vor der Geburt erwerbstätig waren, gibt es einen Freibetrag bis 300 Euro.

Basiselterngeld

Das Basiselterngeld kann in den ersten 14 Lebensmonaten des Kindes beansprucht werden. Ein Elternteil kann für mindestens zwei und maximal 12 Monate Basiselterngeld beziehen. Zwei weitere Monatsbeträge kommen hinzu, wenn beide Eltern das Basiselterngeld nutzen und ihnen für mindestens zwei weitere Monate Erwerbseinkommen wegfällt. Alleinerziehende können allein bis zu 14 Monate Basiselterngeld erhalten.

Elterngeld Plus

Für Eltern, die Elterngeld und Teilzeitarbeit miteinander kombinieren möchten, kann sich ElterngeldPlus besonders lohnen. Mit den Regelungen können Eltern länger Elterngeld beziehen. Sie erhalten ElterngeldPlus in maximal halber Höhe des Basiselterngeldes, das Elternteilen ohne Einkommen nach der Geburt zustünde, dafür aber doppelt so lange. Aus einem Elterngeldmonat werden so zwei ElterngeldPlus-Monate. Um ElterngeldPlus nach dem 14. Lebensmonat des Kindes beziehen zu können, muss es ab dem 15. Lebensmonat in jedem weiteren Monat ohne Unterbrechung von mindestens einem Elternteil bezogen werden. Gibt es nach dem 14. Lebensmonat eine Lücke im Bezug, können verbleibende Monatsbeträge nicht mehr in Anspruch genommen werden. Der Mindestbetrag beträgt beim ElterngeldPlus 150 Euro. Teilen sich Eltern die Betreuung ihres Kindes und arbeiten parallel für vier aufeinanderfolgende Monate Teilzeit mit 25 bis 30 Wochenstunden, erhal-ten sie zudem einen Partnerschaftsbonus in Form von jeweils vier zusätzlichen ElterngeldPlus-Monaten. Auch als Alleinerziehende/r können Sie den Partnerschaftsbonus nutzen. Sie er-halten diese vier Monate zusätzlich, wenn Sie die Voraussetzungen für den Bezug des Partnerschaftsbonus selbst erfüllen sowie für den steuerlichen Entlastungs betrag für Alleinerziehende nach dem Einkommensteuergesetz (vgl. § 24 b EStG) und wenn der andere Elternteil weder mit Ihnen noch mit dem Kind in einer Wohnung lebt.

Geschwisterbonus

Wenn Sie zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes mit einem weiteren Kind unter drei Jahren oder zwei Kindern unter sechs Jahren zusammenleben, erhöht sich Ihr Elterngeld um den Geschwisterbonus. Sie erhalten dann zusätzlich zehn Prozent Ihres errechneten Elterngeldbetrages, mindestens jedoch 75 Euro, bis das älteste Kind drei bzw. sechs Jahre alt ist oder bei einem Geschwisterkind mit Behinderungen im Haushalt bis das Kind 14 Jahre alt ist.

Bayerisches Familiengeld

Alle Eltern von ein- und zweijährigen Kindern erhalten das Bayerische Familiengeld, unabhängig von Einkommen, Erwerbstätigkeit und Art der Betreuung.  Das Familiengeld beträgt 250 Euro pro Monat, ab dem dritten Kind 300 Euro pro Monat.

Antrag auf Familiengeld

Bayerisches Krippengeld

Eine neue Familienleistung seit Januar 2020: Eltern mit Krippenkindern ab dem zweiten Lebensjahr erhalten pro Monat eine Erstattung von bis zu 100 Euro der Krippenbeiträge. Das Krippengeld wird bis zu einem Haushaltseinkommen von 60.000 Euro gezahlt. Pro Geschwisterkind erhöht sich die Grenze um 5000 Euro.

Antrag auf Krippengeld

 

Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns

Der gesetzliche Mindestlohn hat sich  2020 auf 9,35 Euro pro Stunde erhöht.

Mindestvergütung für Auszubildende und Erleichterung der Teilzeitausbildung

Die Reform des Berufsbildungsgesetzes bringt Verbesserungen für Auszubildende: Wer in diesem Jahr eine betriebliche oder außerbetriebliche Ausbildung beginnt, muss eine Min-destausbildungsvergütung bekommen, sofern kein Tarifvertrag die Höhe der Ausbildungs-vergütung festlegt. Die Mindestausbildungsvergütung im ersten Lehrjahr beträgt in diesem Jahr 515 Euro im Monat. Der Betrag wird jährlich angepasst. Azubis im zweiten, dritten und vierten Ausbildungsjahr erhalten jeweils 18, 35 und 45 Prozent mehr als im ersten Lehrjahr.
Auch können Auszubildende eine um bis zu 50 Prozent verkürzte Arbeitszeit vereinbaren, ohne wie bisher ein berechtigtes Interesse daran nachweisen zu müssen. Einzige Voraussetzung ist die Zustimmung des Ausbildungsbetriebs.

Zum Nachlesen:

Familienbezogene Leistungen in Bayern im Überblick – Stand Feb. 2020

Das Faltblatt bietet eine Übersicht über Kindergeld, Kinderzuschlag, Elterngeld, Elterngeld (+Plus), Bayer. Familiengeld, Bayer. Krippengeld und Unterhaltsvorschuss sowie Informationen zu steuerlichen Maßnahmen für Alleinerziehende und Leistungen für Bildung und Teilhabe.

Einzelexemplare des Faltblattes können beim VAMV Landesverband unter info@vamv-bayern.de
bestellt werden. Bei größeren Mengen stellen wir die Portokosten in Rechnung.

Download: VAMV_Familienbezogene Leistungen_Bayern_2020

 

 

„Wenn das Einkommen nicht reicht“

Die Broschüre „Informationen für Alleinerziehende: Wenn das Einkommen nicht reicht – Ihre Ansprüche. Kinderzuschlag, Wohngeld & Co“ gibt Alleinerziehenden einen Überblick über relevante Leistungen. Neben den Neuerungen beim Kinderzuschlag informiert die Broschüre vor allem über Wissenswertes zum Wohngeld und zu ergänzenden SGB II-Leistungen. Sie beantwortet Fragen, die sich speziell für Alleinerziehende stellen: Gibt es Wechselwirkungen von Leistungen mit dem Kindesunterhalt/Unterhaltsvorschuss? Hat eine Umgangsregelung Folgen auf den Leistungsanspruch? Dazu gibt es praktische Tipps, anschauliche Beispiele und eine Übersicht, welche Leistungen zuerst beantragt werden müssen.

Download: Wenn das Einkommen nicht reicht_2020

„alleinerziehend  – Tipps und Informationen“

In diesem aktuell überarbeiteten Ratgeber „alleinerziehend – Tipps und Informationen“ erhalten Sie alle wichtigen Informationen zur Existenzsicherung im Zusammenhang mit Erwerbstätigkeit, Arbeitslosigkeit, Bezug von ALG II, Unterhalt und Transferleistungen wie Wohngeld oder Kinderzuschlag.

Das Taschenbuch bietet Ihnen eine solide Grundlage, die objektiv bestehende Schwierigkeiten zu meistern und offene Fragen nachzuschlagen: Unterhaltsansprüche, sozialrechtliche Regelungen, Sorge- und Umgangsrecht, Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit sind z.B. einige wichtige Stichworte. Insbesondere die Veränderungen durch die Neuregelung der Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern sind in die aktualisierte Fassung  eingearbeitet worden.

Den Ratgeber gibt es auch in türkischer und arabischer Sprache.

Taschenbuch, aktualisierte Ausgabe 23, 240 Seiten, (Hrsg.) Verband alleinerziehender Mütter und Väter, Bundesverband e.V, 2019, Einzelexemplar 5,00 € Versandpauschale, Mitglieder erhalten alle Broschüren kostenlos. Bestellung hier

Cover SozialfibelSozialfibel

In der Sozialfibel finden Sie von A-Z die wichtigsten sozialen Hilfen, Leistungen und Rechte mit ihren Anspruchsvoraussetzungen und Rechtsgrundlagen.

(Hrsg.) Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, Juli 2019

Broschüre A5, 528 Seiten, kostenlos als PDF oder zum Bestellen unter Publikationen bei www.bestellen.bayern.de/