Der Bayerische Rundfunk sucht für die Sendung „Notizbuch“ (Sendetermin: 19.02.2021) auf Radio Bayern2 eine alleinerziehende Mutter als Interviewpartnerin. Besonderes Interesse hat der BR an einer Interviewpartnerin, die nicht mit dem Vater ihrer Kinder verheiratet gewesen ist und eventuell das alleinige Sorgerecht hat oder deren Kinder im Wechselmodell leben bzw. das Wechselmodell im Raum steht.

Die Schwerpunktthemen des Interviews sind

  1. Die Situation während des Lockdowns für Alleinerziehende und
  2. die vom Bundesjustizministerium geplante Reform des Kindschafts- und Unterhaltsrechts.

Wer sich angesprochen fühlt und berichten möchte, was die Änderungen für sie konkret bedeuten würden, meldet sich bitte mit einer Rückrufnummer direkt bei Frau Knetsch vom BR unter gabriele.knetsch@br.de.
Gern könnt Ihr uns auch informieren, falls das Interview zustande kommt: info@vamv-bayern.de

In der Reform des Kindschafts- und Unterhaltsrechts ist unter anderem folgendes geplant:

  • Mit der Anerkennung der Vaterschaft gibt es automatisch eine gemeinsame elterliche Sorge
  • Eine Regelung, wonach im paritätischen Wechselmodell beide Eltern barunterhaltspflichtig sind und sich die Unterhaltspflicht allein nach den bestehenden Vermögens- und Einkommensverhältnissen beider Eltern richtet. Das bedeutet, dass allein nach der Höhe des Einkommens bestimmt wird, wie hoch ihre Unterhaltspflicht ist. Beide Eltern haben dann die Verpflichtung, in Vollzeit zu arbeiten. Andernfalls wird ihnen ein fiktives Einkommen zugerechnet. Dies bedeutet: es wird so getan, als würden sie so viel verdienen wie bei einer  Vollbeschäftigung. Ob die gegebenen Strukturen eine vollschichtige Erwerbstätigkeit überhaupt erlauben, spielt im Großen und Ganzen keine Rolle. So gesteht der BGH bspweise einer Mutter von drei Kindern eine Übergangszeit von 4-5 Monaten nach Trennung zu, in denen sie ihre Tätigkeit von Teilzeit auf Vollerwerbstätigkeit umstellen kann.
    Mehr Infos dazu hier und hier.