Änderung im Infektionsschutzgesetz: gute Nachricht für berufstätige Eltern

Bundestag und Bundesrat haben am vergangenen Mittwoch Änderungen im Infektionsschutzgesetz (IfSG) beschlossen. Unter anderem geht es um Lohnersatzzahlungen für Eltern, die ihr unter Quarantäne stehendes Kind betreuen müssen. Sie haben nach dem neuen Infektionsschutzgesetz Anspruch auf 67 Prozent ihres Nettogehaltes. „Diese Änderung im Infektionsschutzgesetz macht gerade für Alleinerziehende einen großen Unterschied“, sagt Nicola Stroop, Vorstand des Verband allein erziehender Mütter und Väter Landesverband NRW (VAMV NRW). „Sie können es sich jetzt leisten, ihr Kind ohne große Lohneinbußen zu betreuen, während es in Quarantäne ist.“

Im Infektionsschutzgesetz heißt es jetzt: „Eine erwerbstätige Person erhält eine Entschädigung in Geld, wenn Einrichtungen zur Betreuung von Kindern, Schulen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen von der zuständigen Behörde zur Verhinderung der Verbreitung von Infektionen oder übertragbaren Krankheiten auf Grund dieses Gesetzes vorübergehend geschlossen werden oder deren Betreten auch aufgrund einer Absonderung untersagt wird.“ Bislang hatten Eltern, die ihr unter Quarantäne stehendes Kind betreuen, keine Ansprüche auf Lohnersatz.