Das Bayerische Kultusministerium hat über Angebote in den Sommerferien informiert und über die Gestaltung des Unterrichts ab September 2020:

Sommerferien 2020:

Für Eltern mit Kindern in den Klassen 1 bis 6, die wegen der Schulschließungen bereits ihren Jahresurlaub verbraucht haben und insbesondere für Alleinerziehende, sollen in den Sommerferien zusätzlich Betreuungsangebote geschaffen werden. Die Schulleitungen an den einzelnen Schulen sind aufgefordert, die Eltern nach ihrem Bedarf zu fragen.

Die Anbieter der Ferienprogramme können von den Eltern einen Kostenbeitrag verlangen bis zu 50 Euro pro Kind/Woche.

Berechtigt zur Teilnahme an diesen zusätzlichen Ferienangeboten sind Kinder unter folgenden Voraussetzungen:
– Die Erziehungsberechtigten bzw. alleinerziehenden Elternteile mussten ihren Jahresurlaub bereits weitestgehend bzw. vollständig einbringen
und
– Sie gehören einer der folgenden Fallgruppen an:
Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1-6 (Grundschulen, Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien, Wirtschaftsschulen, Förder-schulen)
Schülerinnen und Schüler mit Behinderung oder entsprechenden Beeinträchtigungen ab Jahrgangsstufe 7, die eine ganztägige Auf-sicht und Betreuung benötigen
Kinder in Schulvorbereitenden Einrichtungen (SVE)

Zusätzliche Förderung:

Für Schülerinnen und Schüler, bei denen die Corona-Sondersituation erkennbar zu Lücken im Wissens- bzw. Kompetenzerwerb geführt hat, sollen im neuen Schuljahr spezielle schulbegleitende Unterstützungsangebote eingerichtet werden. Schülerinnen und Schüler mit entsprechendem Bedarf sollen dabei besonders gefördert werden. Die Angebote starten – i. d. R. auf der Basis einer Teilnahmeempfehlung durch die jeweilige Schule, die möglichst noch in diesem Schuljahr ausgesprochen wird – bereits in der ersten Schulwoche nach den Sommerferien.

Unterricht ab September 2020:

Wenn es nicht wieder zu einem Anstieg der Corona-Infektionen kommt, soll der Unterricht ab September ganz normal anlaufen.

Das bedeutet:

– alle Schülerinnen und Schüler haben täglich Unterricht
– auch die Schulvorbereitenden Einrichtungen (SVE) an Förderschulen werden wieder einen regulären Betrieb aufnehmen

Selbstverständlich gibt es weiterhin besondere Hygienevorgaben, um den Anforderungen des Infektionsschutzes Rechnung zu tragen.

Sollten die Infektionszahlen eine Rückkehr zum Regelbetrieb im September nicht erlauben, kann aber auch kurzfristig eine Rückkehr zum derzeitigen System notwendig werden, bei dem sich Präsenzunterricht in der Schule mit Homeschooling zu Hause abwechselt. Oder es wird im Fall einer „zweiten Welle“ wieder ganz auf Homeschooling umgestellt.