Alleinerziehende sollen finanziell entlastet werden

News vom 05. Dezember 2019

Auf Initiative der bayerischen Familienministerin Kerstin Schreyer hat die Jugend- und Familienministerkonferenz Ende November einen Beschluss für eine finanzielle Entlastung von Einelternfamilien gefasst.  Die Ministerinnen und Minister bitten darin die Bundesregierung bei der Weiterentwicklung von Familienleistungen bestimmte Reformen für Alleinerziehende umzusetzen. So soll der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende zu einer Steuerermäßigung, also einem festen Abzugsbetrag von der Steuer umgestaltet werden. Dadurch werden Alleinerziehende mit niedrigen Einkommen besser entlastet. 

„Eine Alleinerziehende mit einem Kind wird heute mit maximal etwa 860 Euro im Jahr entlastet – wenn sie ein hohes Einkommen hat. Wenn sie aber wenig verdient, wird sie nur mit knapp 270 Euro jährlich entlastet. Mit einem einheitlichen Abzugsbetrag von der Steuerschuld könnten Familien mit geringem Einkommen stärker profitieren,“ erklärt Ministerin Schreyer in einer Pressemeldung. Außerdem setzt sich die Jugend- und Familienministerkonferenz dafür ein, dass beim Unterhaltsvorschuss das Kindergeld künftig nicht mehr ganz, sondern nur noch hälftig angerechnet wird. Schreyer: „Das bedeutet nach heutigem Stand 102 Euro monatlich mehr in der Tasche.“

Die bayerische Familienministerin hatte im August 2019 eine Offensive für Einelternfamilien gestartet. Ziel der Familienministerin sind bessere Rahmenbedingungen: „Gute Rahmenbedingungen brauchen alle Familien. Für Einelternfamilien sind sie aber besonders wichtig. Beruf oder Ausbildung und Familie zu vereinbaren, ist oft eine große Herausforderung – besonders dann, wenn auch noch das Einkommen niedrig ist.“

Die Ministerin kündigte an: „Ich werde nun beim Bund nicht lockerlassen, denn die Verbesserung der Lebenslage von Einelternfamilien ist mir wichtig. Das habe ich schon bei meinem Amtsantritt deutlich gemacht. Neben dem finanziellen Aspekt möchte ich Alleinerziehenden den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern, sie bei der Kinderbetreuung entlasten und mit Beratungsangeboten zur Seite stehen.“

 
VAMV Bayern