Wechselmodell – Diskussion nach dem Beschluss des BGH vom 1.2.2017

News vom 25. April 2017
bunte Pappkoffer

Ein Artikel in der Zeitschrift für Kindschafts- und Jugendrecht – ZKJ setzt sich nun detailliert damit auseinander, unter welchen Bedingungen das Wechselmodell ein sinnvolles Betreuungsmodell sein kann,  welche Rahmenbedingungen dafür noch geschaffen werden müssten und wann eine gerichtliche Anordnung des Wechselmodells nicht in Betracht kommt.

Herausgearbeitet werden u.a. die hohen Anforderungen, welche der BGH mit dem Maßstab der kindeswohlorientierten Einzelfallbetrachtung gesetzt hat. Für die Praxis sei zu erwarten, dass eine gerichtliche Anordnung des paritätischen Wechselmodells gegen den Willen eines Elternteils sich auf wenige Konstellationen beschränken werde. Kritisch bewerten die Autoren die rechtliche Einordnung als „Umgangsverfahren“ (im Gegensatz zum „Verfahren über die elterliche Sorge“). Zugleich sehen die Verfasser/innen in dem Urteil eine Absage an eine Gesetzesreform hin zum paritätischen Wechselmodell als gesetzlichen Regelfall.

https://www.bundesanzeiger-verlag.de/fileadmin/FamSoz-Portal/Dokumente/Rechtsprechung/Gottschalk-Heilmann_Wechselmodell_ZKJ-Dokumente.pdf

 
VAMV Bayern